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Ein kleiner Einblick in die Entstehung unseres Vereins

Am Rosenmontag 2001 wurde die Idee geboren, einen neuen Narrenverein zu gründen. Wir haben lange gegrübelt wie und mit welchen Zielen wir einen neuen Narrenverein gründen können! Schließlich wollten wir uns von anderen Narrenvereinen unterscheiden und nicht nur in der 5. Jahreszeit aktiv sein. Unser Hauptziel ist, die Fasnet in Balingen zu fördern und zu unterstützen.

Die Grundidee liegt eigentlich darin, einen familienfreundlichen Verein zu gründen, was kurz gesagt bedeutet, dass bei möglichst allen Aktivitäten unsere Kinder dabei sein können. Hier kam auch schon die Idee, eine eigene Hexenkidsgruppe zu gründen, die fester Bestandteil in unserem Verein werden soll. Von Anfang an war uns klar, dass unsere Hauptzielgruppe Familien sind, die nach einem ganzjährigen Narrenverein mit einem ausgeprägten Gruppengefühl suchen.


Wie setzt man diese Idee in die Realität um?

Nun, als erstes die rechtliche Seite prüfen: Was benötigt man, und wie gründet man einen Verein? Gesagt, getan! Jetzt ging es los, erst einmal alle anrufen, die gesagt hatten, sie wollen in einer Narrenzunft mitmachen.
1 Tag später waren mehr als die geforderten sieben Gründungsmitglieder zusammen. Alexandra, unsere damalige 2. Vorsitzende, hatte bereits einen Häsentwurf auf Papier gebracht und Stoffmuster besorgt. Alle waren begeistert von der Vorstellung, die Feuerhexe ins Leben zu rufen.


Der nächste Schritt war die Gründungsversammlung am 24. März 2001 im K2 in Balingen. Die Satzung wurde von allen anerkannt und unterschrieben! Als nächstes wurde der Vorstand mit dem erweiterten Vorstand gewählt, was sich als ziemlich einfach erwies, schließlich war bei jedem der Tatendrang zu spüren. Der Grundstein für die Feuerhexen-Balingen war gelegt.


So, auf jetzt zum Maskenschnitzer und dem unsere Ideen aufzeigen. Wir hatten das Glück gleich jemanden zu finden, der sich in der Region auskennt und unsere Ideen auch umsetzen konnte. Nach ca. 4 Wochen war der erste Tonentwurf unserer Maske fertig und nach kleineren Veränderungen wurde eine Lindenholzmaske von unserem Maskenschnitzer angefertigt.

  

Am 21. April 2001 folgte unser erster Stammtisch im K2. Stammtisch ist eigentlich der falsche Ausdruck, schließlich war es indirekt eine Mitgliederversammlung. Details vom Hexenhäs und der Maske wurden nochmals besprochen. Ein ganz wichtiger Punkt stand für diesen Abend natürlich auch noch an: Das erste Gesicht der Feuerhexen war fast fertig. Es fehlte zwar noch Farbe, Zöpfe und das Maskentuch, dafür konnte aber jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen.


Nun, am 15. Dezember 2001, waren unsere Masken endlich fertig! Einige machten sich schon Sorgen, dass sie nächstes Jahr ohne zweites Gesicht losziehen müssten. Die Masken wurden am 18. Dezember 2001 durch eine kleine Verlosung verteilt. Nachdem alle ihre Nummern gezogen hatten, wanderten wir in den Keller, wo sich jeder seine Maske heraussuchen durfte. Nach einer kleinen Tauschaktion, strahlten dann alle und freuten sich, ihre neuen Gesichter in den Händen halten zu können. Die eigentliche Arbeit mit den Masken begann aber erst am folgenden Freitag im Vereinsraum. Um 18.00 Uhr starteten wir mit dem Anbringen der Roßhaare, der Gummis und den Maskentüchern. Schließlich arbeitet es sich in der Gruppe leichter als im stillen Kämmerlein.


Ein verspätetes Christkind kam am 28. Dezember 2001, da fand bei uns die letzte Häsprobe mit unserer Schneiderin statt. Die Menge funkelder Augen war enorm. Endlich konnte jeder sein eigenes Häs anziehen und testen, ob es auch richtig sitzt. Jetzt mussten nur noch die Laufnummern angebracht werden und dann konnte es endlich losgehen.


Der 05. Januar 2002 war ein ganz spannender Tag für uns, schließlich stand heute unsere Taufe an. Um 20.00 Uhr trafen wir uns alle auf dem Heuberg. Jetzt musste als erstes mal das Feuer in Gang gebracht werden, darin ist unser Hubi ja Meister, während die Anderen die restlichen Sachen vorbereiteten. Gegen 21.00 Uhr gab es Chili, von Vera und Julia zusammengebraut. Einfach lecker, wenn unsere Hexen anfangen zu zaubern! Nach der Stärkung musste erstmal die Hexentauglichkeit festgestellt werden, also nichts wie ran an die Besen und einige Figuren ausprobieren, zum Glück blieben alle und alles heil. Um 22.30 Uhr fiel der Startschuss für unsere Taufe. Es gab rund 5 Aufgaben zu bewältigen:

  • Gestartet wurde mit einem Becher Ziegenmilch, um die Nerven und den Magen zu beruhigen.
  • Danach durften schon die ersten Hästeile angezogen werden.
  • Der Höhepunkt: der Hexenschwur, den jeder einzeln ablegen musste.
  • Der obligatorische Taufschnaps, der eigentlich brennen sollte, sich aber aufgrund der Temperatur weigerte.
  • Jetzt wurde das erste Mal offiziel ein dreikräftiges Feuer-Hexa ausgerufen und pünktlich um 00.00 Uhr waren die Feuerhexen Balingen geboren.
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