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Die Chance, ein Leben zu retten


Typisierungsaktion erfreut sich vieler Spender

Frommern, 16.02.2014

Der an Blutkrebs erkrankte Jörg Kopetz braucht eine Stammzelltransplantation. Deshalb fand am Sonntag eine Typisierungsaktion in der Turnhalle Frommern statt.


Tochter Milena Kopetz zeigte sich mit dem Interesse an der Aktion sehr zufrieden. Nach etwa drei Stunden seien bereits 220 Personen da gewesen, um sich typisieren zu lassen. „Auch der Landrat, Günter-Martin Pauli, und fast alle Mitarbeiter der Stadtwerke waren da“, freute sie sich.

Foto: Saskia Scherer
Es ist nur ein kleiner Pieks, der Leben retten kann. Vor allem durch Aufrufe bei Facebook kamen viele in die Festhalle nach Frommern, um sich typisieren zu lassen


Bei der Typisierung werden zuerst verschiedene Daten der Spender erfasst – Alter, Gewicht, Größe und Adresse. Nach einer Zwischenkontrolle wird ihnen etwas Blut entnommen. „Das ist einfach genauer als die Stäbchenprobe“, so Kopetz. Nach einer Endkontrolle, bei der noch einmal überprüft wird, ob Probe und Daten zusammenpassen, sind die Spender fertig. „Das dauert ungefähr zehn Minuten pro Kandidat“, weiß Kopetz. Ihr Dank galt besonders den Balinger Feuerhexen und allen anderen Helfern, die ihr halfen und sich unter anderem um die Bewirtung kümmerten.

Die Deutsche Knochenspenderdatei (DKMS) stellte das medizinische Equipment. „Sie bringen heute noch alles ins Labor“, lobte Kopetz. Sie freute sich sehr über das große Engagement, ohne das die Aktion gar nicht möglich gewesen wäre. Und dankte allen, die gekommen waren, um sich typisieren zu lassen. „Sie helfen damit nicht nur meinem Vater, sondern natürlich auch anderen Patienten. Jeder, der hier war, kann eventuell ein Leben retten“, sagt Kopetz.

Hanna Musen, 26, aus Balingen hatte über Facebook von der Aktion erfahren. „Das ist eine gute Sache“, findet sie. Sie habe schon länger darüber nachgedacht, sich typisieren zu lassen und dies jetzt als Anlass genutzt. Über sie hat auch Daniel Schneider, 27 Jahre, ebenfalls aus Balingen, davon erfahren. „Ich gehe regelmäßig Blut spenden“, erzählt er und sieht es als einen Weg zu helfen, wenn es darauf ankommt.



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